Verbote während des ´Ihrâm- Zustands

Für diejenigen, die sich im ´Ihrâm- Zustand für die Pilgerfahrt oder ^Umrah befinden, ist Folgendes verboten:

-          Das Auftragen von Duftstoff und duftstoffhaltigen Produkten, wie z.B. Seife, gleich ob auf den Körper oder die Kleidung

-          Das Auftragen von Öl, flüssigem Fett oder flüssigem Bienenwachs auf den Kopf oder Bart. Es ist erlaubt, den Kopf mit duftfreier Seife zu waschen.

-          Das Schneiden und Entfernen von Fingernagel, Fußnagel oder Haar, gleich ob es vom Kopf oder einem anderen Bereich des Körpers ist.

-          Der Geschlechtsverkehr und sein Vorspiel, wie begehrliches Küssen.

-          Das Abschließen eines Ehevertrages. Der Abschluss des Ehevertrages während des ´Ihrâm- Zustands hat zudem keine Gültigkeit.

-          Das Jagen essbarer, wilder Tiere.

-          Für den Mann: Die Bedeckung des Kopfes und das Tragen von genähter und verfilzter Kleidung, wie Hose oder Hemd.

-          Für die Frau: Die Bedeckung des Gesichtes und das Tragen von Handschuhen.

 

Wer eines dieser Verbote begeht, sündigt und ist zum Entrichten der Fidyah verpflichtet, außer für das Abschließen eines Ehevertrages. Die Fidyah bzgl. des Auftragens von Duftstoff oder Öl, des Tragens von genähter oder verfilzter Kleidung, sowie für das Schneiden oder Entfernen von Fingernagel, Fußnagel oder Haaren, das Vorspiel des Geschlechtsverkehrs (vor dem ersten Tahallul) und Geschlechtsverkehr (nach dem ersten Tahallul) ist ein Schaf, oder man spendet drei Sâ^ des überwiegenden Grundnahrungsmittel an sechs Bedürftige oder fastet drei Tage. Der erste Tahallul ist der Zustand, den der Pilger erreicht, wenn er zwei von drei Handlungen ausgeführt hat. Diese Handlungen sind: Die Pflichtumkreisung der Ka^bah (Tawâfu l-´ifâdah), das Abrasieren oder Kürzen der Kopfhaare und das Werfen der Steinchen an der Djamratu l-^Aqabah. Für denjenigen, der sich im ersten Tahallul befindet, ist alles, was während des ´Ihrâm- Zustands verboten ist, wieder erlaubt, bis auf den Geschlechtsverkehr und sein Vorspiel.

Der zweite Tahallul wird erreicht, wenn alle drei oben genannten Handlungen ausgeführt wurden. Für denjenigen, der sich im zweiten Tahallul befindet, ist wieder alles erlaubt, was während des ´Ihrâm- Zustands verboten ist, auch der Geschlechtsverkehr.

Der Geschlechtsverkehr – vor dem ersten Tahallul – führt zur Ungültigkeit der Pilgerfahrt, wenn er willentlich begangen wird, der Pilger sich währenddessen darüber bewusst ist, dass er die Pilgerfahrt durchführt und er wissend über das Verbot ist. Derjenige, dessen Pilgerfahrt durch Geschlechtsverkehr ungültig geworden ist, muss die Pilgerfahrt trotzdem fortsetzen und ist verpflichtet, sie im darauffolgenden Jahr nachzuholen. Zusätzlich ist diese Person verpflichtet, die Kaffârah zu entrichten. In diesem Fall ist die Kaffârah ein Kamel, wenn man keines findet, dann ein Rind, und wenn man keines findet, entrichtet man sieben Schafe. Sollte man dazu nicht in der Lage sein, so entrichtet man Nahrung im Wert eines Kamels. Wer auch dazu nicht fähig ist, fastet so viele Tage, wie in der Anzahl der Mudd der Nahrung, die er hätte verteilen müssen, wenn er dazu in der Lage gewesen wäre.

Wer die festgelegte Stelle überschreitet, ohne den ´Ihrâm ausgeführt zu haben, oder die Steinchen an den Djamarât nicht wirft, ist verpflichtet, ein Schaf zu schlachten. Wer zum Schlachten nicht in der Lage ist, fastet zehn Tage – drei während der Pilgerfahrt und sieben nach der Rückkehr.

Im Haram von Makkah und im Haram von Madînah ist es verboten, während und außerhalb des ´Ihrâm zu jagen oder Pflanzen aus- oder abzujagen; erfolgt dies in Makkah, so kommt das Entrichten der Fidyah hinzu.

Al-Aschwãq

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